Pumpenkennlinie
Pumpenkennlinien zeigen das Verhalten einer Pumpe in verschiedenen Druck und Drehzahl-Bereichen. Hauptsächlich wird das Verhältnis von drei Dimensionen beschrieben:
- Druck/Förderhöhe
- Durchfluss/Förderstrom
- Drehzahl des Motors
Welche Größe im Diagramm auf welcher Achse liegt, ist Herstellerabhängig. Zudem werden oft noch zusätzliche Informationen wie die NPSHr-Kurve oder der Wirkungsgrad der Pumpe dargestellt.
Die Nullförderhöhe ist der Punkt, ab dem der Gegendruck der Pumpe so groß ist, dass kein Medium mehr gefördert werden kann.
Der Betriebspunkt ist dort, wo die Pumpenkennlinie die Anlagenkennlinie schneidet. An diesem Punkt stimmen Angebot (Pumpe) und Nachfrage (Anlage) überein.
Die Anlagenkennlinie beschreibt, wie sich die Förderhöhe in Abhängigkeit von der Fördermenge verhält. Sie setzt sich wie folgt zusammen:
- Hgeo - der Höhenunterschied (konstant, unabhängig von der Fördermenge)
- HReibung - die Reibungsverluste (steigen quadratisch mit der Fördermenge)
In Einsätzen kennen wir die Anlagenkennlinie nicht, der Betriebspunkt muss durch den Maschinisten gefunden werden.
Kennlinien von Kreiselpumpen
Bei Kreiselpumpen ist die Kennlinie gekrümmt, die Fördermenge ist stark vom Förderdruck abhängig, sie verläuft degressiv. Das hier gezeigte Pumpendiagramm der Atlas Copco Pumpe zeigt:
- Durchfluss auf der X-Achse
- Druck auf der Y-Achse
- Drehzahl auf mehrere Kurven verteilt
Kennlinien von Drehkolbenpumpen
Bei Drehkolbenpumpen ist die Kennlinie fast linear, die Fördermenge ist nur wenig abhängig vom Förderdruck. Das hier gezeigt Pumpendiagramm der Börger 5.000l/min zeigt:
- Drehzahl auf der X-Achse
- Durchfluss auf der Y-Achse
- Druck auf mehrere Kurven verteilt