4-Takt Diesel Arbeitsverfahren
Alle Verbrennungsmotoren bei THW-Großpumpen arbeiten nach dem 4-Takt-Prinzip. Bei diesem Verfahren durchläuft der Kolben vier Hübe (zwei Auf- und zwei Abwärtsbewegungen), das entspricht zwei vollständigen Kurbelwellenumdrehungen.
1. Takt - Ansaugen
Der Kolben bewegt sich nach unten (vom oberen Totpunkt zum unteren Totpunkt).
Das Einlassventil ist geöffnet, das Auslassventil geschlossen.
Durch die Abwärtsbewegung entsteht ein Unterdruck im Zylinder, der reine Luft ansaugt.
2. Takt - Verdichten
Der Kolben bewegt sich nach oben (vom unteren zum oberen Totpunkt).
Beide Ventile sind geschlossen. Das angesaugte Gas wird komprimiert.
Durch die Verdichtung steigen Druck und Temperatur im Zylinder stark an. Kurz vor Ende des Verdichtungstaktes wird der Kraftstoff in den Zylinder eingespritzt.
Beim Dieselmotor beträgt das Verdichtungsverhältnis ca. 15:1 bis 23:1 und die Temperatur ca. 700-900°C. Dieses höhere Verdichtungsverhältnis beim Diesel ist notwendig, damit sich der Kraftstoff von selbst entzündet.
3. Takt - Arbeiten (Verbrennung)
Der Kolben steht am oberen Totpunkt. Das Kraftstoff-Luft-Gemisch entzündet sich durch die hohe Temperatur von selbst.
Die Verbrennung erzeugt Temperaturen von über 2.000°C und drückt den Kolben mit großer Kraft nach unten.
Diese Kraft wird über den Pleuel auf die Kurbelwelle übertragen und in eine Drehbewegung umgewandelt. Das ist der einzige Takt, der Arbeit verrichtet - die anderen drei Takte sind "Hilfstakte".
4. Takt - Ausstoßen
Der Kolben bewegt sich wieder nach oben.
Das Auslassventil öffnet sich, das Einlassventil bleibt geschlossen.
Die Abgase werden durch die Aufwärtsbewegung aus dem Zylinder geschoben.
Anschließend beginnt der Kreislauf von vorne.
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